Affiliate Links machen manchen Menschen tatsächlich Angst, wie ich erfahren musste. Vor kurzem erhielt ich eine E-Mail der besonderen Art. In dieser Anfrage ging es darum, dass einer meiner Leser auf einen Affiliate Link auf meiner Seite geklickt hatte. So weit nichts Schlimmes. Aber er hatte sich jetzt informiert und hatte Bedenken, dass er jetzt irgendwelche Nachteile dadurch hätte. Ich versicherte ihm, dass er natürlich keine Nachteile zu erwarten hätte.

Doch er wollte unbedingt wissen, wie er das jetzt ungeschehen machen könnte. Ich teilte ihm mit, dass er am Besten alle Cookies löschen solle. Davon wollte er jedoch nichts wissen, da er befürchtete, dass sein Computer dadurch Schaden nehmen könnte.

An dieser Stelle fühlte ich mich doch schon erheblich “auf den Arm genommen”. Ein Bekannter meinte dazu: “Der hat offensichtlich nicht die geringste Ahnung, was er da tut und ist jetzt übervorsichtig.”

Genau, dachte ich mir. Und wahrscheinlich laufen dort draußen noch mehr Leute rum, die einfach nur Angst haben, irgendwie “übers Ohr gehauen” zu werden.

Schließlich berichten die Medien immer wieder über neue Viren, Würmer und Betrüger im Internet. Kein Wunder also, dass ein völlig unbedarfter Mensch, der sich vielleicht erst kurz mit dem Internet beschäftigt, es da mit der Angst bekommt.

Doch zurück zu meinem Leser. Ich schilderte ihm nochmal in aller Ausführlichkeit, was denn ein Affiliate Link eigentlich ist. Es stellte sich dabei heraus, dass ich mit meiner Vermutung recht hatte. Er war total verunsichert gewesen.

Was ist denn nun eigentlich ein Affiliate Link?

Ein Affiliate Link ist eine Empfehlung.

Es ist in erster Linie ein ganz normaler Link auf irgendein Angebot. Allerdings hat der Link die Eigenschaft, dass der Anbieter des Produktes nachvollziehen kann, wer denn diese Empfehlung veröffentlicht hat. Dadurch wird es möglich, den Empfehlenden für seine Empfehlung zu belohnen. Der Käufer des Produktes hat keinerlei Nachteile dadurch.

Ein Beispiel aus dem realen Leben: Ein Bekannter von mir hat eine Auto-Werkstatt. Ich bin dort seit Jahren zufriedener Kunde.

Jetzt fragt mich ein neuer Nachbar, ob ich ihm eine Werkstatt empfehlen könne. Ich empfehle natürlich die Werkstatt meines Bekannten. Zum Dank für den Neukunden gibt mir mein Bekannter ein Bier aus.

Ok, beim Affiliate-Links gibt es kein Bier, sondern Geld. Aber das Prinzip ist das gleiche. Und wer will schon ständig Bier trinken? 😉

Außerdem machen sich viele völlig falsche Vorstellungen von der Höhe der Provisionen. Wenn ich zum Beispiel bei Amazon ein Buch* (Ja, das ist ein Affiliate Link. Und nein, du hast keinerlei Nachteile, wenn du draufklickst.) im Wert von 10 Euro empfehle, bekomme ich für einen Kauf(!) 70 Cent Provision. Da ist ein Bier schon mehr wert, oder?

Es braucht also keiner Angst zu haben auf einen Affiliate Link zu klicken. Da ist nichts schlimmes dabei.

Ok, wie gings jetzt weiter, mit meinem verunsicherten Leser?

Am Schluß hatte ich jedoch das Gefühl, er hatte sich etwas beruhigt und wusste jetzt etwas mehr über die Funktionsweise des Internets und vor allem über die Affiliate Links. Denn als er es verstanden hatte, fragte er schelmisch: “Also könnte ich auch mit solchen Links Geld verdienen? Und niemand hätte dadurch einen Nachteil?”